Auswirkungen auf Körper und Seele

Der vielleicht wichtigste Effekt des Autogenen Trainings – regelmässiges Üben vorausgesetzt – ist, das es uns physisch und psychisch ins Gleichgewicht bringt. Das wiederum führt dazu, dass wir mit äusseren Belastungen gelassener umgehen können. Denn es hängt von unserer Einstellung ab, inwieweit wir äusseren zu innerem Stress werden lassen. Der gleiche Stressfaktor kann den einen in höchste Alarmbereitschaft versetzten, während sich beim anderen nicht einmal der Puls verändert. Letzteren würden wir wohl einen “ausgeglichenen” Menschen nennen. Vielleicht gehört er zu den vielen Zeitgenossen, die das Autogene Training praktizieren?

Befreiung von übergrosser Spannung erleben und entspannen lernen

Autogenes Training befreit den Organismus von übergrosser Spannung, dem Distress und entspannt das vegetative Nervensystem. Dadurch werden die belastenden Symptome wesentlich vermindert oder gar abgebaut. Fühlt sich jemand, vielleicht das erste Mal nach langer Zeit ohne Beschwerden, wird er diesen Zustand als so befreiend empfinden, das er wieder mehr Lebenswillen bekommt und auch den Mut hat, an seinen krankheitsauslösenden Konflikten zu arbeiten.

Die breitgefächerten Wirkungen des autogenen Training werden jedoch nur spürbar, wenn man dieses konsequent erlernt, täglich, auch in „guten Tagen“, übt. Am sinnvollsten ist es, Autogenes Training und die damit verbundenen Wirkungen in den Alltag zu integrieren. Hier gehört es dann zu der Psychohygiene wie das tägliche zubereiten von Mahlzeiten oder Zähne putzen.

Der Erfolg liegt in der Regelmässigkeit der Übungen. Man lernt Autogenes Training leichter, wenn man sich nicht gerade in einer akuten Lebenskrise oder Krankheit befindet; Autogenes Training kann leicht gelernt werden wen man es leicht nimmt, sich also nicht zum üben zwingt weil man Erfolg damit haben möchte. Hier kann der Wille zum Erfolg dem erreichen der Ziele im Wege stehen. 

Autogenes Training kann man auch als eine Art Droge benutzen, wenn man damit einzig lästige Symptome beseitigen will, ohne an die Ursachen zu gehen und an die Bearbeitung der möglichen Konflikte. Das Symptom ist jedoch immer ein Signal des Organismus, das man beachten muss. Der Ursache nachzuforschen ist sicher nicht der einfachste Weg, aber oft der erfolgsversprechendste.

Da beim erlernen vom Autogenen Training viele Fragen offen bleiben lernt man diese Methode gerne in einer Gruppe, die als Solidargemeinschaft entlastend empfunden wird. Doch möglich ist natürlich das Autogene Training in Begleitung von einem Trainer oder im Alleingang zu lernen.

Wer einmal die vielseitigen, helfenden Möglichkeiten des Autogenen Training erlebt hat, wird darauf nicht mehr verzichten wollen. Die Grundhaltung des Menschen zu sich selbst und zum Leben kann sich durch Autogenes Training verändern. Hierbei ist die Kraft des positiven Denkens ein nicht zu unterschätzendes Medium.

Das autonome Nervensystem beeinflussen

Im Körper gibt es ein selbständiges, “autonom” genanntes Nervensystem, das normalerweise unabhängig von unserem Bewusstsein und unserem Willen arbeitet und unter anderem die Tätigkeit sämtlicher Organe reguliert. Es unterteilt sich in zwei Regelkreise: einerseits in ein parasympathisches Nervengeflecht, das für die Erholung und die Regeneration des Körpers zuständig ist, und andererseits in ein sympathisches Nervengeflecht, das den Körper beispielsweise in Stress- und Gefahrensituationen in erhöhte Leistungsbereitschaft versetzt. Dann werden vermehrt die Hormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet, die dafür sorgen, das Konzentration und Aufmerksamkeit gesteigert, die Muskeln angespannt, der Herzschlag erhöht, Hunger und Durst vorübergehend ausgeschaltet, sowie Harn und Stuhlgang zurückgehalten werden. Für kurze Phasen der notwendigen Anspannung sind das alles nützliche Veränderungen in unserem System. Bei unserer modernen und oftmals hektischen Lebensweise übertreiben wir diese Seite allerdings. Steht der Körper dadurch ständig unter Stress und fehlen die Erholungsphasen, wird das Immunsystem geschwächt – und der Körper für Krankheiten anfällig. Wir das sympathische Nervengeflecht ständig gefordert, verlernt der Körper, das parasympathische Nervensystem überhaupt zu benutzen. Ständige Erschöpfung, Angst, Depression und Verspannungen, die mit Schmerzen einhergehen, können die unangenehme Folge sein.
Durch das Autogene Training lernst Du, Einfluss auf Sympathikus und Parasympathikus zu nehmen, die auch in enger Beziehung zum Immunsystem stehen. Mit der Zeit kannst Du, Anspannung und Entspannung immer besser selbst steuern. Gleichzeitig lernst Du, einzelne Körperfunktionen zu regulieren, den Herzschlag, die Atmung, die Magen-Darm Tätigkeit oder die Durchblutung der Muskulatur und der Haut und damit deinen gesamten Wärmehaushalt. Durch diese Fähigkeit kannst Du, vielfältige Beschwerden und Krankheiten lindern.

So reagiert die Seele auf das Autogene Training

Mithilfe des Autogenen Trainings versetzt Du Dich in einen tranceähnlichen Zustand und stellst einen direkten Kontakt mit deinem Unterbewusstsein her. Dadurch bist Du zu einer Selbstbeeinflussung viel mehr in der Lage als bei einem normalem Wachzustand. Dir stehen zudem mehr Kraft und Energie zur Verfügung, und Du kannst das Potenzial deines Gehirns gezielt einsetzen. Normalerweise nutzen wir in etwa 10 bis 20 Prozent unserer Gehirnleistung, doch wenn wir mit dem Unbewusstem arbeiten, können wir auch aus den restlichen 80 Prozent schöpfen.
Wie kann das sein? 
In Trance wird das bewusste Denken und Hirnrinde mit dem unbewussten Wissen der Intuition in den tieferen Gehirnstrukturen verknüpft. Wir erhalten dadurch einen direkten Zugang zu unserer Kreativität sowie zu den verschiedensten “verborgenen” bzw. brachliegenden Fähigkeiten. Gleichzeitig können wir uns körperlich wie geistig schneller regenerieren, als dies üblicherweise der Fall ist.

Mit Autogenem Training nutzt Du die Kraft deiner Gedanken für mehr innere Ruhe und Entspannung. Hast Du Lust eine Entspannungsmethode kennenzulernen, sie Dir hilft Dich körperlich zu entspannen? 

Beginne noch heute mit dem Kurs “Autogenes Training – Grundstufe” und lerne Dich selbst tief zu entspannen.