Worauf möchtest Du deine Aufmerksamkeit heute richten?

Heute möchte ich meine Aufmerksamkeit darauf richten wofür ich in meinem Leben dankbar bin. Du vielleicht auch? 

Dankbarkeit richtet den Fokus unserer Aufmerksamkeit auf das, was nicht selbstverständlich ist und was unser Leben wertvoll macht. Für etwas dankbar zu sein kann uns mit mit den schönen Gefühlen in uns verbinden und unsere Widerstandskraft stärken.

Wenn Du magst, nehme Dir dafür ganz viel Zeit und überlege wofür Du heute dankbar sein kannst. Praktizierst Du diese Übungen mindestens ein Monat lang kräftigt sie mit der Zeit positive neuronale Verschaltungen und emotionale Rückkoppelungen. Wichtig ist regelmässige Wiederholung.

Übung: Wie sich Dankbarkeit anfühlt

Nehme Dir für die folgende Übung 10 bis 15 Minuten Zeit. Setze Dich aufrecht, aber entspannt hin, schliesse deine Augen und wende Dich mit deiner Aufmerksamkeit nach innen.

Erinnere Dich an eine Situation oder Gelegenheit, in der Du ein schon mal ein Gefühl der Dankbarkeit verspürt hattest. Das muss keine tiefe Erfahrung gewesen sein, es kann sich auch um etwas kleines, um einen kurzen, flüchtigen Moment im Alltag handeln. Begebe Dich ganz in diese Situation hinein und vergegenwärtige Dir möglichst detailliert, wie sich das angefühlt hat, dankbar für etwas zu sein.
Welche körperliche Empfindungen spürst Du dabei? Was für Gefühle werden in Dir wach? Wie wirkt sich das auf deine Stimmung aus?

Spüre den Wirkungen dieser Empfindungen eine Weile nach. Bleibe bei diesen Empfindungen, dem Gefühl das sich in Dir ausbreitet und bei diesem Gedanken an die Dankbarkeit noch ein wenig. Spüre dann auch gerne deinen Atem, nehme wahr wo sich dein Atem gerade befindet. Bleibe bei deinem Atem, bei Dir und deinen Empfindungen und dem Gefühl der Dankbarkeit solange Du magst. Öffne dann behutsam deine Augen.

Die meisten Menschen spüren während und nach solch einer Übung ein warmes, wohltuendes Gefühl, Freude, ein weites Herz, eine tiefe innere Zufriedenheit und ein Gefühl von Ausgeglichenheit in sich. Hast Du vielleicht noch etwas anderes gespürt?

Dankbarkeit ist eine Form von Wertschätzung für das, was uns vom Leben Geschenkt wird. Wir sind Gesund, können laufen, reden, sehen, Atmen. Wir dürfen in Sicherheit Leben und müssen nicht auf der Flucht vor Terror, Krieg, Armut sein. Wir kommen Abends nach Hause und haben es darin warm – es könnte aber auch anders sein. Dankbarkeit kann spontan auftreten, aber sie kann auch bewusst von uns geweckt und kultiviert werden. Dankbarkeit kann sich auf einzelne Ereignisse beziehen, sie kann aber auch zu einer Grundsätzlichen inneren Haltung werden, die man sich selbst, anderen Menschen und dem Leben entgegenbringt.

Auch Psychologen und Neurowissenschaftler sind sich heute über die heilsame Wirkung der Dankbarkeit einig. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Studien, die positive und nachhaltige Wirkungen der Dankbarkeit auf die körperliche Gesundheit, das seelische Wohlbefinden und die persönliche Lebenszufriedenheit belegen. Sämtliche wissenschaftliche Untersuchungen zur Dankbarkeit belegen positive Effekte, jene ich hier aufzählen mag:

– Bewusst und Regelmässig praktizierende Dankbarkeit stärkt das Immunsystem und wirkt sich positiv auf das Herz Kreislauf System sowie auf die Blutdruckregulation aus
– Dankbarkeit verbessert den Umgang mit Stress und lässt uns leichter mit Belastungen umgehen. Dankbare Menschen können Krisen leichter überwinden, schwierige Umstände leichter bewältigen.
– Dankbare Menschen sind zufriedener mit sich Selbst, den Mitmenschen und dem Leben insgesamt.
– Dankbarkeit stärkt das Selbstwertgefühl und das Gefühl von Sinnhaftigkeit im Leben
– Dankbarkeit wirkt sich fördernd auf die Qualität unserer Beziehungen aus

Übung: Dankbarkeit praktizieren

Nehme Dir einige male pro Woche Zeit, den letzten Tag Revue passieren zu lassen. Setze Dich dazu an einen Ort, an dem Du entspannen kannst und ungestört bist. Vielleicht beginnst Du die Übung mit einem kleinen Ritual, beispielsweise, indem Du eine Kerze anzündest oder eine weile meditierst. Konzentriere Dich nun auf das, wofür Du dankbar sein kannst und vergegenwärtige Dir dankbare Momente. Das können konkrete Ereignisse, und Begebenheiten sein. Oder Kleinigkeiten und flüchtige Momente in denen Du zum Beispiel Freundlichkeit, Rücksichtnahme und Unterstützung erfahren hast. Schreibe Dir diese Erlebnisse zusätzlich auf denn es hat sich gezeigt dass das Notieren und aufschreiben eine nachhaltigere Wirkung hat, als die Erfahrungen einfach nur gedanklich Revue passieren zu lassen.